Privatpraxis für
Ganzheitliche Medizin,
Orthopädie und Unfallchirurgie

 

Burnout

- seelisches Problem und/oder Stoffwechselstörung?

Suchen Sie in der Fach- und Laienliteratur Informationen über das Thema Burnout, werden Sie in der Regel von Informationen  über psychische Aspekte und entsprechende Bewältigungsstrategien nahezu erschlagen. Sicherlich spielen sie eine ganz wichtige Rolle und sind fester Bestandteil der Therapie.

Körperliche Ursachen werden jedoch kaum berücksichtigt. Die tägliche Praxiserfahrung  im Umgang mit dieser Problematik zeigt jedoch, dass als Auslöser oder Verstärker auch diese Faktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen können:

  • chronische Krankheiten
  • Fehlernährung
  • Darmflorastörungen
  • Mikronährstoffmangel
  • hormonelle Störungen (besonders Stresshormone)
  • Genussgifte und zunehmende Schadstoffbelastung des Organismus
  • Mangel an Bewegung
  • sog. "nitrosativer Stress"
  • und einiges mehr.

Völlig neu in den Fokus der modernen Medizin sind als Auslöser vieler organischer und auch psychischer Erkrankungen - und damit auch die Burn-out-Problematik - die sogenannten "sekundären Mitochondropathien" gekommen.

Was heißt das?

Zum besseren Verständnis müssen wir uns zunächst den normalen Stoffwechsel und die Energiegewinnungssysteme unseres Körpers anschauen. (Wir Ärzte lernen das sehr ausführlich in den ersten Jahren unseres Studiums, vergessen es aber meist wieder in der rein medikamentenorientierten, klinischen Alltagsarbeit.)


Unsere Nahrung besteht aus den Grundbausteinen Fett, Eiweiß und Kohlehydrate. Diese werden mit Hilfe von Mikronährstoffen (Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und vitaminähnlichen Stoffen) aufgespalten und als Bausteine für körpereigene Substanzen und für die Energiegewinnung genutzt.


Für Millionen von Stoffwechselprozessen pro Sekunde stehen uns nur ca. 25 dieser Mikro-Nährstoffe zu Verfügung und kein einziger Stoffwechselvorgang läuft ohne diese Hilfsstoffe ab! Mangelt es nur an einem einzigen davon haben wir schon ein Problem, bevor wir überhaupt von Krankheit sprechen!


Die eigentliche Energiegewinnung im Körper läuft in den Mitochondrien ab. Dies sind kleine nierenförmige Gebilde in unseren Körperzellen. Jede unserer 60 Billionen Zellen besitzt zwischen 1000 und 5000 Mitochondrien. Sie machen rund ein Drittel unseres Körpergewichtes aus  -  ihre Gesamtoberfläche wird auf ca. 14 000 Quadratmeter geschätzt. (im Vergleich:  Haut ca. 2 qm, Darm ca. 400 qm). Dorthin wird auch unser Sauerstoff, den wir einatmen, transportiert und zusammen mit dem Wasserstoff und Phosphor aus unserer Nahrung werden riesige Mengen von ATP (Adenosintriphosphat) gebildet.


Wiegt ein Mensch 80 Kilogramm, so produziert er auch täglich ca. 80 kg ATP!

Diesen Stoff benötigen unsere Körperzellen ohne Pause rund um die Uhr als Betriebsstoff. Unsere Mitochondrien sind somit die fleißigsten und leider immer noch zu wenig beachteten 24-Stunden-Schichtarbeiter unseres Körpers. Sie streiken dann aber, wenn sie unterernährt oder mit Schadstoffen und anderen entzündungsförderenden Substanzen überbelastet werden. Da wir in allen Körperzellen Mitochondrien haben, können sich Funktionsstörungen auf alle Organe des Organismus auswirken.


Wir wissen heute, dass gerade diese mitochondriale Fehlfunktion (wir sprechen von einer sogenannten "Mitochondropathie") die grundlegende Ursache für die häufigsten Zivilisationskrankheiten ist.


Wir sehen täglich in unserer Praxis, dass gerade auch bei Burn-out diese verminderte Energieproduktion  eine sehr große Rolle spielt. Dazu kommen dann noch familiäre und berufliche Belastungen, wo einfach die körperliche Kraft fehlt sie zu bewältigen, vielleicht noch ein Mikronährstoffmangel, eine nicht intakte Darmflora, die das Problem noch verstärkt, Umweltschadstoffe mit steigender Tendenz belasten das Körperenergiesystem, versteckt ablaufende Entzündungsprozesse, die ebenfalls gewaltige Energieräuber sind und plötzlich dreht sich eine gewaltige Schraube, die dann allein mit  Interventionen auf dem rein psychischen Bereich einfach nicht beherrschbar ist.


Moderne Labore können heute diese verminderte ATP-Produktion sehr gut messen. Weiter können wir Störungen der Mitochondrienfunktion nachweisen, den Mangel an Mikronährstoffen, die Belastungen durch oxidativen und relativ neu den sogenannten "Nitrosativen Stress" (Näheres siehe dort), die Belastungen durch Umweltschadstoffe, hormonelle Störungen  und noch einige andere Einflussfaktoren mehr.


Wie gehen wir in unserer Praxis diagnostisch und therapeutisch vor?

Nach einem ausführlichen Erstgespräch sollten zunächst durch klassische schulmedizinische Untersuchungen organische Ursachen für die Burn-out-Symptomatik ausgeschlossen werden, z.B. Schilddrüsenerkrankungen, Blutarmut, Hormon- und Stoffwechselstörungen, usw.


Oft ist der Patient in dieser Richtung schon mehrfach und "ohne Befund - organisch alles in Ordnung" durchuntersucht worden.


Ergänzend schauen wir uns dann im Sinne einer ganzheitlichen Medizin mit einem speziellen, neu entwickelten Bluttest die Störung der Mitochondrienfunktion, die verminderte ATP-Produktion und den Gehalt an Mikronährstoffen an. Wir überprüfen die Funktion Ihrer Stress-, Energie- und Wohlfühlhormone. Mit einem biophysikalischen Test stellen wir fest, ob Umweltschadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide, Konservierungsstoffe usw. den Körper belasten. Wir schauen uns die sog. "Grundsubstanz" näher an (näheres siehe unter der Überschrift "Ganzheitliche Medizin) und messen den nitrosativen und oxidativen Zellstress, schauen nach der Darmflora und Lebensmittelunverträglickeiten sowie nach der Regulation des Säure-Basenhaushaltes. Danach erstellen wir je nach erhobenen Befunden ein Therapiekonzept, das ganz individuell auf den Patienten zugeschnitten ist und begleiten ihn dabei.


Natürlich benötigen die Patienten auch weiterhin ihre bisherigen Therapien aus dem psychischen - und Verhaltensbereich. Die jahrelange tägliche Praxiserfahrung zeigt aber, dass sich hier viele, bisher nicht allgemein genutzte zusätzliche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten eröffnen.


Überraschende Besserungen bei sogenannten austherapierten Patienten sind nicht ungewöhnlich.